Wie AutoCAD-Werkzeuge heute verteilt werden

In den meisten Ingenieurbüros nehmen Werkzeuge einen der vier folgenden Wege. Alle vier funktionieren — bis zu einer bestimmten Zahl von Personen und einer bestimmten Zahl von Werkzeugen. Diese Seite beschreibt, wo diese Grenze liegt und woran man merkt, dass sie überschritten ist.

Vier Wege, vier Grenzen

Keiner davon ist eine schlechte Lösung; jeder ist von selbst entstanden, weil er ein echtes Problem löst. Und jeder bricht an einer anderen Stelle.

Netzwerkfreigabe

Ein Serverordner wird in den Suchpfad für Unterstützungsdateien aufgenommen; beim Start lädt AutoCAD alles daraus. Eine neue Fassung auszuliefern heißt, eine Datei in den Ordner zu kopieren — deshalb ist das der häufigste Weg.

Sobald die Freigabe nicht erreichbar ist, fehlen alle Werkzeuge: auf der Baustelle, im Homeoffice, wenn das VPN abbricht. Und die Startzeit wächst mit der Zahl der Dateien, während der Ordner nur größer wird — niemand möchte derjenige sein, der das Werkzeug einer Kollegin gelöscht hat.

E-Mail und USB-Stick

Wer das Werkzeug geschrieben hat, schickt die neue Fassung als Anhang oder gibt sie persönlich weiter; jede und jeder kopiert sie auf den eigenen Rechner. Keine Installation, kein Warten auf die IT.

Nirgends steht, wer welche Fassung kopiert hat. Wer an dem Tag im Urlaub ist, bekommt die Nachricht nie und arbeitet monatelang mit der alten Fassung. Auffällig wird das erst, wenn dieselbe Zeichnung zwei verschiedene Ergebnisse liefert — und die Ursache findet sich Tage später.

Anmeldeskript

Die IT schreibt ein Skript, das die Dateien bei der Anmeldung kopiert. Zentral, nachvollziehbar und ohne dass jemand daran denken muss — von den vier Wegen der verwaltungstechnisch solideste.

Jede Änderung läuft nun über die IT. Die Ingenieurin, die das Werkzeug geschrieben hat, braucht zehn Minuten für die Korrektur und wartet drei Tage auf die Verteilung — und ab dem dritten Tag stellt niemand mehr ein Ticket für Kleinigkeiten. Das Werkzeug bleibt kaputt, obwohl es reparabel wäre.

Von Hand, Rechner für Rechner

Jemand fängt neu an oder ein Rechner wird getauscht; jemand setzt sich hin und installiert die Werkzeuge einzeln. Der sicherste Weg zu wissen, dass die Einrichtung stimmt.

Das kostet einen Tag, und eine Woche später hinkt der Rechner schon hinterher. Der einzige Nachweis, was auf welchem Rechner liegt, ist das Gedächtnis der Person, die es installiert hat — und dieser Nachweis geht mit ihr.

Vier Anzeichen, dass die Grenze längst überschritten ist

Keines davon ist für sich genommen dringend, und für jedes gibt es eine plausible Erklärung. Treffen alle vier zu, liegt das Problem nicht bei den Werkzeugen, sondern bei der Verteilung.

  • Sie müssen herumfragen, wer die aktuelle Fassung eines Werkzeugs hat.
  • Mitarbeitende schalten eigene Werkzeuge ab, damit AutoCAD schneller startet.
  • Nach dem Weggang der Autorin rührt niemand mehr ein Werkzeug an.
  • Sie haben keinen Nachweis darüber, auf wie vielen Rechnern ein Fremd-Add-in installiert ist.

Wie weit trägt eine Netzwerkfreigabe?

Die Antwort ist keine Kopfzahl, denn eine Netzwerkfreigabe bricht nicht eines Tages zusammen: sie bekommt Schichten. Was folgt, fügen echte Büros tatsächlich hinzu, und jede einzelne war an ihrem Tag richtig.

  1. Ein zweiter Ordner

    Eine neue AutoCAD-Version kam, und das alte Werkzeug lief darin nicht. Der Ordner teilte sich in zwei, und nun muss man wissen, welcher Ordner für wen ist.

  2. Ein „alter“ Ordner

    Die neue Version zerlegte jemandem eine Zeichnung, und die vorige wurde gebraucht. Gelöscht wurde nichts — eine Löschung will niemand verantworten — und der Ordner wächst nur.

  3. Ein Anmeldeskript

    Maschinen auf der Baustelle erreichten die Freigabe nicht. Jetzt werden Dateien kopiert; die Freigabe bleibt Quelle, ist aber nicht mehr der einzige Weg, und beide Wege wissen nichts voneinander.

  4. Eine E-Mail, dann eine Regel

    „Bitte den alten Ordner nicht benutzen.“ So viele kennen die Regel, wie diese Nachricht gelesen haben — und der Ingenieur, der letzten Monat anfing, hat sie nie bekommen.

Jedes der vier ist für sich klein. Übereinander ergeben sie ein System: ungeschrieben, ungeprüft, und im Kopf eines Einzelnen. Geht diese Person in Urlaub, geht das System mit.

Darin liegt die Antwort: liegt keine dieser Schichten auf Ihrer Freigabe, dann reicht die Freigabe. Eine AutoCAD-Version, ein Ordner, alle im selben Netz — dann brauchen Sie dieses Produkt nicht, und Sie hören das vom Anbieter. Haben Sie eine der Schichten wiedererkannt, lautet die Frage nicht mehr reicht es, sondern wer kümmert sich.

Was dieses Produkt daran ändert

Werkzeuge werden paketiert und signiert; Sie entscheiden, wer welches Paket bekommt; Aktualisierungen erreichen den Rechner von selbst. AutoCAD stellt beim Start keine Netzwerkanfrage — die Pakete liegen bereits lokal und laden bei Bedarf, die Startzeit wächst also nicht mit der Zahl der Werkzeuge. Ist der Server aus, laufen installierte Werkzeuge weiter.

In fünf Schritten sehen, wie es funktioniert

Sehen Sie es mit Ihren eigenen Werkzeugen

Die Vorführung dauert eine Stunde und läuft mit Ihren Werkzeugen; von welchem der vier Wege Sie kommen, spielt keine Rolle. Die Pilotinstallation ist kostenlos.

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